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Perfect Chemistry (Perfect Chemistry Series #1)

Perfect Chemistry - Simone Elkeles Inhalt:Alex Fuentes und Brittany Ellis sind wie schwarz und weiß. Er ist ein Latino Blood, Mitglied einer Gang von mexikanischen Männern, die in Fairfield, einem Vorort von Chicago, ihr Unwensen treiben. Sie ist das reiche, nach außen hin perfekte Mädchen, welches alle um den Finger wickelt.Doch nach einem Vorfall auf dem Parkplatz der Schule und einem gemeinsamen Chemieprojekt sind die beiden gezwungen, das erste Mal miteinander kommunizieren zu müssen. Beide haben eine Menge Vorurteile. Nachdem Alex einer dämlichen Wette zugestimmt und die beiden sich besser kennen lernen, müssen beide an ihrer Sicht der Dinge noch einmal arbeiten. Verstecken sich die beiden etwa nur hinter einer Fassade, die sie verzweifelt aufrecht zu erhalten versuchen?Fazit:„Du oder das ganze Leben“ ist der erste Band einer Jugendtrilogie, deren Bände jedoch immer in sich abgeschlossen sind.Brittany und Alex könnten gar nicht unterschiedlicher sein. Sie ist ein sehr reiches Mädchen, deren Eltern sich sehr auf das Oberflächliche konzentrieren. Da ihre Schwester Shelly behindert ist, legen sie umso mehr Wert darauf, dass es Brittany gelingt, absolut perfekt zu sein. Ein perfektes Aussehen, perfekte Klamotten, ein perfektes Image, perfekte Noten, perfekte Freunde und der perfekte Partner. Brittany fühlt sich absolut nicht wohl in dieser Rolle, zieht sie aber tapfer durch. Nur zu Hause, wenn sie sich um ihre Schwester kümmert, die sie über alles liebt, kann sie einfach sie selbst sein. Als ihr Alex Fuentes als Chemiepartner zugeteilt wird, gerät ihre Welt aus den Fugen. Sie muss bald einsehen, dass in Alex viel mehr steckt, als ein Latino Blood-Gangster.Alex hingegen lebt in recht ärmlichen Verhältnissen. Er hat 2 kleinere Brüder und lebt mit ihnen bei seiner Mum. Er ist sehr darauf bedacht, seine Familie zu beschützen, nachdem sein Vater vor 12 Jahren ums Leben gekommen ist. Aus diesem Grund hat er sich den Latino Bloods angeschlossen, da diese „Sicherheit für die ganze Familie“ garantieren. Doch dies hat auch seine Nachteile, da Alex dadurch des öfteren in Straßenkämpfe und illegale Aktivitäten verwickelt wird. In Brittany sieht er nur eine reiche, dumme Blondine und hat kein Problem damit, eine Wette einzugehen, dass er sie bis Thanksgiving rumbekommt. Dies erweist sich jedoch bald als schwerer als gedacht, da Gefühle ins Spiel kommen, die er nicht für möglich gehalten hätte. Doch dies bringt sie beide in Gefahr.Schwerpunkt dieses Romans ist die ethnische Ungleichheit und deren Konflikte, die damit aufkommen. Viele der mexikanischen Einwohner von Fairchield mussten sich einer Gang anschließen, damit ihre Familie vor diesen geschützt sind. Von den anderen Bewohnern hingegen werden sie auf grund ihrer Herkunft und der anderen Hautfarbe als minderwärtige Menschen behandelt. Unzählige Vorurteile werden ihnen an den Kopf geworfen. Anders herum ist es jedoch auch nicht anders. Die „weißen“ werden als reiche Schnösel abgetan, sodass es zwischen den Fronten keine Aussicht auf Einigung geben kann. Brittany und Alex müssen mit der Zeit feststellen, dass viele Vorurteile, die sie gegeneinander gehegt haben, von zu weit her gegriffen sind und in ihnen mehr steckt, als der andere jeweils glaubt. So überrascht es Alex, dass in Brittanys Leben so gut wie nichts nach ihren Vorstellungen läuft und sich alles nur darum dreht, es ihren Eltern recht zu machen. Alex hingegen hasst es, bei den Latino Bloods dabei zu sein und will absolut nichts mit den illegalen Aktivitäten dieser Gang zu tun haben. Doch der Druck, den die Chefetage auf ihn ausübt, lässt ihm keine andere Wahl.Der Gedanke, dass dies alles der Wahrheit entspricht, ist wirklich erschreckend. Todesopfer gehören zur Tagesordnung. Ein Leben ist bei den Latino Blood nichts mehr wert, wenn man sich nach ihren Ansichten falsch verhält.Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Eigentlich wollte ich ja „ja nur mal kurz reinlesen“, doch von Anfang an ist „Du oder das ganze Leben“ ein absoluter Pageturner. Die Kapitel sind immer abwechselnd aus der Sicht von Brittany und Alex geschrieben.Während die meisten Jugendbücher immer sehr „brav“ geschrieben sind, hat mir dieses sprachlich richtig gut gefallen. Kein 18-jähriger spricht heutzutage ausschließlich in romantisch-dramatischen Sätzen, wie es die Buchcharaktere oft tun. Jeder hat seine Macken. Vorallem Alex. Seine Kapitel bestehen aus Schimpfwörtern und vulgären Ausdrücken – aber seien wir doch mal ehrlich. Sprechen so nicht die Jugendlichen heutzutage? Ich würde diesen Schreibstil als „knallhart und ehrlich“ bezeichnen – Daumen hoch!Insgesamt ist “Du oder das ganze Leben“ von Simone Elkeles ein richtig tolles Jugendbuch, welches mir so manche Träne entlocken konnte. Eine wundervolle Liebe, die beweist, dass weder die Abstammung, noch die Hautfarbe einen Keil zwischen die Liebe treiben kann.Sind wir nicht alles nur Menschen, die gemeinsam auf diesem Planeten wohnen? Was soll dieser ewige Rassenkonflikt? Ist doch egal, ob man dunkelhäutig, weiß, oder asiatisch aussieht. Wir alle haben Gefühle, sind Menschen und müssen gemeinsam im Einklang leben.