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Fifty Shades of Grey (Fifty Shades, #1)

Fifty Shades of Grey - E.L. James Inhalt:Ana Steele ist 21 Jahre alt, Literaturstudentin und lebt zusammen mit ihrer besten Freundin Kate in Toronto. Sie steht kurz vor ihrem Abschluss und dem Umzug nach Seattle. Während Kate der Star der männlichen Bevölkerung ist, hält sich Ana eher im Hintergrund, denn noch nie hat ein Mann es geschafft, ihr Herz zu erobern, auch wenn es ihr nicht an Anfragen mangelt.Kate ist die Herausgeberin der Studentenzeitung und hat ein Interview mit dem reichen und erfolgreichen Firmenchef Christian Grey ergattern können. Sie fällt jedoch krankheitsbedingt aus und Ana muss an ihrer Stelle nach Seattle reisen, um das Interview zu führen. Natürlich erwartet sie einen alten Mann, umso mehr überrascht es sie, in das Büro eines unglaublich attraktiven jungen Mannes hinein zu stolpern. Es dauert nicht lange und sie bekommt ihn nicht mehr aus dem Kopf. Ganz zufällig taucht er auch noch in Toronto auf, wo er sie schließlich in seinen Bann zieht. Doch seine Welt ist düsterer, als Ana es sich jemals vorgestellt hätte. Nun steht sie vor der Wahl: möchte sie sich seiner dunklen Leidenschaft hingeben oder ihn so schnell wie möglich wieder vergessen?Fazit:Die „50 Shades“-Trilogie ist die wohl umstrittenste Buchreihe des Jahres. Basierend auf einer Twilight-Fanfiction wurde die Geschichte rund um Ana und Christian über Nacht zum Welterfolg und hat sich in die Herzen unzähliger Leserinnen geschlichen. Doch es gibt auch genug böse Zungen, die von dieser Geschichte nichts wissen möchten. Dementsprechend bin ich ohne große Erwartungen und einer Menge vorher gehörter negativer Vorurteile an die Geschichte heran gegangen und wurde mehr als überrascht.„50 Shades of Grey“ ist der erste Band der „50 Shades“-Trilogie von E.L. James. Wenn die BDSM-Szenen nicht wären, könnte man dieses Buch fast noch als Jugendbuch durchgehen lassen, doch durch die erotisch prickelnde Atmosphäre ist dieses Buch ein wunderbarer Zeitvertreibt für Erwachsene.Nachdem meine Erwartungen nicht besonders hoch waren, wurde ich positiv sehr überrascht. Ich bin mit folgender Frage an dieses Buch heran gegangen: „Was fasziniert die Menschen in den USA an diesem Buch, dass es über Nacht zum Bestseller geschafft hat?“Ich musste bereits nach wenigen Seiten feststellen, dass mich diese Geschichte sofort in ihren Bann gezogen hat und ich das Buch nicht mehr weglegen konnte.Ana ist Bella aus der Twilight-Reihe sehr ähnlich. Schon bei diesen Büchern musste ich feststellen, dass ich mich sehr mit Bella verbunden gefühlt habe. So auch mit Ana. Sie ist ein ganz normales Mädchen, welches Literatur studiert. Ein wenig tollpatschig und doch sehr spontan, obwohl sie vieles gut durchdenkt. Obwohl sie Christian vollkommen verfallen ist, schreckt sie doch vor seinen dunklen Leidenschaften zurück. Sexuell noch völlig unerfahren will er sie in eine Welt entführen, die sie bei Christian niemals für möglich gehalten hätte, geschweige denn, dass sie etwas damit zu tun haben könnte. Trotz der enormen Anziehungskraft, die er auf sie hat, fürchtet sie sich und denkt viel darüber nach, ob er wirklich gut für sie ist. Ob sie mit diesem Lebensstil leben und glücklich werden kann. Haben ihre Wünsche nach „mehr“ überhaupt eine Chance? Obwohl sie ab und an etwas schwächlich wirkt, hat diese junge Frau eine unglaubliche Willensstärke und vor allem eine Menge Mut.Christian ist nicht weniger faszinierend als Ana. Sowohl im Geschäftsleben, als auch privat genießt er es, seine dominante Art anderen gegenüber zu zeigen. Durch sein Geschäftsimperium hat er Macht und Geld im Überfluss und er scheut nicht davor, dies auch zu zeigen. Mit der Zeit kommen aber Seiten von ihm zum Vorschein, die ihn ganz anders wirken lassen. Jung, verletzlich, menschlich. Und vor allem geheimnisvoll. Für Ana wird sehr schnell klar, dass hinter diesem jungen Mann, der offensichtlich alles andere als harmlos für Frauen ist, ein Mann mit Vergangenheit steckt, die wohlmöglich nicht ganz einfach war. Doch Christian hüllt sich stets in Schweigen.Zum einen möchte er der dominante Typ in dieser Art Beziehung sein, zum anderen sieht er in Ana eine echte Herausforderung und überlässt auch ihr ab und die Überhand. Dies zeigt, dass Ana für ihn mehr als ein Spielzeug ist, welches für sein stetiges Vergnügen sorgen muss.Über das ganze Buch hat sich mir eine Frage aufgetan: „Kann man von dieser beidseitigen Anziehungskraft von Liebe sprechen?“Ich denke, E. L. James will mit diesem Buch zeigen, dass es beim BDSM nicht immer nur um Lust und Schmerzen geht, sondern auch um das gegenseitige Vertrauen und Gefühle. Wie weit darf man gehen, ohne den anderen physisch zu verletzen? Wo liegen die Grenzen des jeweils anderen? Dieses Buch zeigt vor allem, dass der Grat zwischen Lust und Schmerz ziemlich schmal ist und man sich genau überlegen muss, ob man das wirklich möchte.Während Christian eindeutig der dominante ist, scheint Ana nicht richtig in die Rolle der sich unterwerfenden zu passen. Sie denkt zu viel nach und möchte nicht, dass er mit ihr tun kann, was sie will. In diesem Fall scheinen zwei sture Köpfe stets aufeinander zu prallen.Um nun zur Ausgangsfrage zurück zu kommen, warum dieses Buch die Leute so fasziniert, kann ich nur aus meiner Sicht sprechen. Mich hat dieses Buch ebenso in seinen Bann gezogen, da die Charaktere einfach vielseitig sind. Ich glaube, man kann dies mit dem Twilight-Phänomen vergleichen. Für Außenstehende ist dies eine so einfache Geschichte, aber es steckt so viel mehr dahinter. Die Charaktere haben eine gewisse Tiefe – vor allem betrifft dies Christian. Warum ist er so geworden, wie er ist? Was trieb ihn zu diesem außergewöhnlichen Lebensstil? Während man anfangs denkt, der Sex stehe im Vordergrund, wird man am Ende doch von recht vielen Geschehnissen drum herum gefesselt.Was den Schreibstil betrifft, kann ich nur den der Originalausgabe beurteilen. Mir hat die deutsche Leseprobe gereicht und eher abgeschreckt, sodass ich auf die englische Ausgabe zurückgegriffen habe. Mir ist bei den Leseproben aufgefallen, dass speziell die erotischen Szenen erneut sehr ordinär und fast schon billig übersetzt worden sind. Im Original kam es nicht so rüber und ließ sich insgesamt auch sehr gut lesen. Vom Stil her ist es kein Wunderwerk, da es sehr viele Wortwiederholungen gibt (zum Beispiel: „He cocks his head to one side“ oder dass Ana ständig errötet), aber ich glaube, dass gerade dieser einfache Stil das Buch so lesenswert macht. Wie bereits am Anfang geschrieben könnte man zu Beginn von einem Jugendbuch ausgehen, da der Schreibstil daran erinnert. Man muss aber auch bedenken, dass dieser Roman auf einer ganz einfachen Fanfiction basiert, von denen man keine großartigen, literarischen Ergüsse erwarten darf.Abschließend kann ich also sagen, dass mir dieses Buch richtig gut gefallen hat. Ein echter Pageturner, den ich bedenkenlos empfehlen kann. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band „50 Shades Darker“ und bin gespannt, wie es mit Ana und Christian weitergehen wird.